Was passiert beim Stadion?
Preußen Münster lässt im September während der Länderspielpause den Rasen im Hammer‑Stadion komplett erneuern. Das Projekt umfasst einen neuen Platzaufbau inklusive Rasentragschicht, die Erneuerung der defekten Muldensteinrinne und den Austausch der veralteten Beregnungsanlage. Die Arbeiten werden im Rahmen des sogenannten Stitching‑Verfahrens durchgeführt, bei dem Millionen feiner Kunstrasenfasern vertikal in den bestehenden Naturrasen eingenäht werden.
Warum ist der Hybridrasen wichtig für Preußen Münster?
Markus Sass, Geschäftsführer für Stadion, Finanzen und Organisation, betont, dass die Hybridlösung langfristig Kosten senkt, weil der Rasen nicht mehr komplett ausgetauscht werden muss. Stattdessen wird er im Frühsommer abgefräst und neu eingesät. Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation, sieht darin einen Wettbewerbsvorteil: „Ein ebener, belastbarer Platz steigert die Trainingsqualität und gibt uns einen Standortvorteil gegenüber anderen Klubs.“ Nach dem 0‑3 gegen SV Elversberg am 17.05.2026 liegt Preußen Münster aktuell auf dem 18. Tabellenplatz der 2. Bundesliga, 30 Punkte, mit einer Bilanz von 6 Siegen, 12 Unentschieden und 16 Niederlagen.
Wie funktioniert das Stitching‑Verfahren?
Spezialmaschinen nähen die Kunststofffasern computer‑ und lasergesteuert etwa 18 cm tief in den Boden, rund 2 500 Stiche pro Quadratmeter. An der Oberfläche ragen die Fasern etwa zwei Zentimeter heraus, sodass das natürliche Wachstum des Grases nicht behindert wird. Pro Feld kommen rund 20 Millionen Fasern und 47 000 km Garn zum Einsatz. Die Wurzeln des Naturrasen umschlingen die Kunstfasern, erhöhen die Scherfestigkeit und sorgen dafür, dass der Platz nach Spielen schneller regeneriert.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Der neue Hybridrasen soll Preußen Münster nicht nur sportlich, sondern auch ökologisch einen Schritt nach vorn bringen. Durch die robustere Oberfläche können Trainings- und Spielbelastungen besser verteilt werden, was besonders bei schwierigen Wetterbedingungen von Vorteil ist. Die Investition ist Teil einer größeren Strategie, die Infrastruktur des Vereins zukunftssicher zu machen und die Position im umkämpften Ligabetrieb zu stärken. Die Arbeiten sollen im September abgeschlossen sein, rechtzeitig für die Saisonvorbereitung im Herbst.
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